Die Planung des Teilersatzneubaus erfolgt auf Grundlage des Medizinischen Zukunftskonzeptes der Gesundheit Nord. Ein Eckpfeiler dieses Konzeptes ist die Umstrukturierung des medizinischen Angebotes innerhalb des Klinikverbundes. Um die Kompetenz im Verbund zu bündeln, wurden neben der Basisversorgung, die an allen Standorten zu finden ist, in der Gesundheit Nord insgesamt 10 medizinische Zentren gegründet, von denen zukünftig sieben im Teilersatzneubau am Klinikum Bremen-Mitte ihren Platz finden werden: Die Zentren, die nur am Klinikum Bremen-Mitte ihren Standort haben, wie das Neuro- und Kopfzentrum, das Zentrum für Operative Medizin, das Zentrum für Onkologie und Spezielle Innere Medizin, das Brustzentrum sowie die standortübergreifenden Zentren wie das Eltern-Kind-Zentrum, das Zentrum für Anästhesiologie und OP-Management und das Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.
In den einzelnen Zentren sind verschiedene medizinische Fachabteilungen, die zur umfassenden Behandlung spezieller Krankheitsbilder notwendig sind, gebündelt. Für die Patienten und Patientinnen hat dies den Vorteil, dass aufgrund der räumlichen Nähe Behandlungsabläufe optimiert, Wartezeiten verkürzt und durch die moderne medizinische Ausstattung die Behandlungsqualität noch weiter verbessert werden. Zudem arbeiten die Spezialisten vor Ort in interdisziplinären Teams zusammen, was einen optimalen Austausch ermöglicht und ebenfalls positiven Einfluss auf die Behandlungsqualität hat.
Die Planungen des Neubaus berücksichtigen die Erfordernisse der interdisziplinären Zusammenarbeit und ermöglichen einen optimalen Behandlungsablauf in den einzelnen Zentren. Die räumliche Struktur des Teilersatzneubaus teilt sich schematisch in den diagnostischen Bereich im Erdgeschoss, den großen Zentral-OP in der zweiten Ebene und die den jeweiligen Zentren zugeordneten Pflegestationen, die in den Obergeschossen des Baus angeordnet sind.
Im Untergeschoss des Teilersatzneubaus sind die Strahlentherapie
und die Pathologie angeordnet.
Im Erdgeschoss des Teilersatzneubaus finden sich die zentrale Notfallaufnahme, die Radiologie und Nuklearmedizin sowie die Funktionsdiagnostik- und ambulanten Bereiche für alle am Standort vorhandenen singulären Zentren. Dies sind am Standort Mitte das Neuro-Kopf-Zentrum, das Zentrum für Onkologie und Spezielle Innere Medizin, das Brustzentrum und das Zentrum für operative Medizin.
Patienten und Patientinnen, die als Notfälle im der zentralen Notfall-Aufnahme eintreffen, durchlaufen in der Ebene 01 die für ihr Krankheitsbild indizierte Diagnostik bevor sie, bei Bedarf, auf die dem jeweiligen Zentrum zugeordneten Pflegestationen geleitet werden.
Bei nichtstationären Patientinnen und Patienten werden auf dieser Ebene alle Voruntersuchungen, die für geplante Operationen notwendig sind, durchgeführt. Auch die tagesklinischen Bereiche sind, im Hinblick auf die gute Erreichbarkeit, auf dieser Ebene untergebracht
Neben dem Ambulanz- und Diagnostikbereich auf der Ebene 01 hat
jedes der genannten Kompetenzzentren zugehörige Pflegestationen auf
den höheren Ebenen des Teilersatzneubaus.
Auf der zweiten Ebene liegt das Kernstück des Neubaus - der neue
Zentral-OP mit 16 OP-Sälen modernster Ausstattung. Direkt hieran
angeschlossen sind eine Intensiv- und eine Intermediate-Care-Station und drei Stationen der
Allgemeinpflege, die dem Zentrum für operative Medizin zugehörig
sind, so dass die Patienten und Patientinnen entsprechend ihres
Gesundheitszustandes auf der für sie passenden Station
untergebracht werden können und eine bestmögliche Versorgung
gewährleistet ist. Die zentrale Lage der OP-Säle bietet neben der
kurzen Anbindung an die Pflegestationen der Erwachsenen auch einen
direkten Anschluss an die Kinderpflegestationen.
Auf der Ebene 03 befinden sich vier Pflegestationen des Zentrums
für Onkologie und Spezielle Innere Medizin. Auf der gleichen Ebene
im Übergang vom Teilersatzneubau an den Gebäudekomplex des
Eltern-Kind-Zentrums liegt die Wöchnerinnenstation mit einer
direkten Anbindung an den Bereich der Geburtshilfe im
Eltern-Kind-Zentrum.
Die vierte Ebene beherbergt die Pflegestationen des
Neuro-Kopf-Zentrums.
Auf der fünften Ebene des Teilersatzneubaus werden die
Pflegestation des Brustzentrums sowie drei Komfortstationen für
Privatpatienten vorgehalten.
In einem eigenen dreigeschossigen Gebäudekomplex, mit direktem Anschluss an den Teilersatzneubau, ist das Eltern-Kind-Zentrum untergebracht.
Auch hier finden sich die Kinder-Notfallaufnahme sowie die tagesklinischen Bereiche und die Pränataldiagnostik gut erreichbar im Erdgeschoss. Zudem beherbergt das Eltern-Kind-Zentrum die Pädiatrie, die Kinderchirurgie sowie die Geburtshilfe, die Neonatologie und die Kinderintensivstation. Durch die Zusammenlegung von Pädiatrie und Geburtshilfe ist unter der Geburt ständig ein Kinderarzt in unmittelbarer Nähe. Hierdurch ist eine größtmögliche Sicherheit während der Entbindung und eine optimale Versorgung der Neugeborenen auf höchstem medizinischen Niveau gewährleistet.